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hang mit den in der Samhia behaudetten Gegenstanden, ist aber gleichzeitig
von den Ideen beeinHusst, die die JStaka-Astrotogie beherrschen, betrens der
Einwirkung der Planeten, je nachdem sie in den astrologischen Hausem
stehen, u. s. w. Eine !thn!iche Stellung hat das von V. M. ebenfa!)s beson-
ders behande!teVivaha-pata)a, welches von der Feststettung der gUnstigste!t Zeit
fUrHochzeiten, Uberhaupt von allen dieselben berUhrenden Vorzeichen handelt.
In der Zeit nach Varaha-Mihira hat sich als ein gewissermassen neuer
Zweig der Astrologie diejenige Gattung von Selirifteti entwickelt, die man
unter dem Namen "Muhurta" begreifen kann, und die hauptsachlich von der
Feststettung gunstiger Zeitpunkte filr a!t die verschiedenen Vorkommnisse und
GescMfte des Lebens handelt. Die darin gegebenen Regeln beziehen sich
auf die retigiosen Ceremonien des Famitientebens, auf Hochzeit, Reisen, Künigs-
weihe und ÂhnHches. Die fortwiihrende genaue ROcksichtnahme auf giinstige
~fomente bildet bis auf die Gegenwart ein hoeh~tchtiges Element im Denken
und Leben der Hindus; die sich damit befassenden Werke sind demgemass
xahtreich, und viele davon stehen in hohem Ansehen.
V. M. hat Bber Yo~-YaM cin tangeres und ein Mmeres Wcrk abgefasst;
das erstere ist henm!!f;egeben und uhersetït von Il. KKRK !Jnd. StM't. X. u. XIV).
V. M. hat ebenfalls ein Brhtd-V:vitha'p~a)t und ein Mpa-Vh-ithit-p~~ver-
fasst. Cher die umfMsreiche MuMrta-LitteMtur finden sich M.'ifùhrtiehe An-
gaben bei SBD. p. 469 f)' und p~~im in der Ga. Ta. Es mSgen hier erwithnt
werden die~tuharta.ratnamtMa dcsSrtpati ~)<it,9Ût), dMMuhortit.ttttvit desKe~v~
(S~<t <42o), derMuhart!t.n)trtitn<hdc!!XarityanafS!t)<a 1493), der ~fuharta.cintitmani des
m!Mbhat;tt(Sa)M 1522'Von viekn~ttthartft.Wcrken stnd tithoHMphirteAusgabcn
erschienen.
§ 46. Hora. Ursprungsfrage. Tâjika. Der oder
/<7~ genannte Teil der indischen Astrologie, welcher von den aus
dem sogen. Horoskop abzuleitenden Vorbedeutungen handelt, kann insofern
nur geringeres Interesse beanspruchen, als er nicht wie die Satphita auf
indischem Boden envachsen ist. Dass er namtich nichts weiter ist als
eine Adaptation der griechischen Astrologie, ist evident und erhellt schon
aus der grossen Anzahl von technischen AusdrUcken griechischen Ursprungs,
von denen einige, wie ~M'w~, das griechische Wort ganx unver:tndert dar-
bieten und andere in nur ganz gering modincirter Form (/w/M~M '===' xev6-
opoM!, ~<? '= ~~avit~opa u. s. w.). Diese Termini finden sich in den
Schriften Varaha-Mihiras, dem Brhaj-JStaka und dem ï~ghu-Jataka, von welchen
das erstere das am meisten bekannte und am eifrigsten studirte Werk dieser
ganzen Litteraturgattung ist. Der Inhalt dieser Werke entspricht ganz dem der
analogen griechischen: sic bescha&igen sich wesentlich mit den Fotgerungen,
die aus den Stellungen der Himmelskorper im Augenblicke der Geburt eines
Menschen fUr seine Lebensschicksale gezogen werden konnen. Es ist im
ganzen dieselbe Lehre, welche, in ihren GrundzUgen unzweifelhaft babyloni-
schen Ursprungs, durch Vermittetung der Griechen allen anderen westlichen
Nationen mitgeteilt wurde, das ganze Mittetatter beherrschte und auch heute
noch im Westen nicht ganz Msgestorben ist. Wir begegnen in den indischen
Werken denselben ktinstlichen Einteihmgen des Zodtaks, denselben Grund-
begriffen uber die Natur der verschiedenen Planeten und ihres Einnusses. Es
fehlt noch an detaillirten Untersuchungen auf diesem Gebiete; es scheint aber
nicht dass die Inder dem von den Griechen ttberkommenen Stoffe und den
tiblichen Methoden etwas wesentlich Neues hinzugeRigt haben.
Es erhebt sich hier wieder die Frage, um welche Zeit die Mitteilung
dieser Disciplin vom Westen nach Indien erfolgt sein mag. Man denkt
naturlich zuerst daran. dass die westliche Astrologie zugleich mit der west.
lichen Astronomie in Indien Eingang gefunden habe, und dies wird auch woht
Source: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France, département Littérature et art, 8-X-11534 (3, 9)