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Titre : Die Thronfolge im Reiche der Ostgothen / von Herrn Professor Dr. J. v. Pflugk-Harttung,...
Auteur : Pflugk-Harttung, Julius (1848-1919)
Éditeur : [s.n.]
Date d'édition : 1879-1899
Type : monographie imprimée
Langue : Allemand
Format : P. 204-229 ; in-8
Format : application/pdf
Droits : domaine public
Identifiant : ark:/12148/bpt6k63547z
Source : Bibliothèque nationale de France, département Littérature et art, 8-Z-9731 (13)
Relation : http://catalogue.bnf.fr/ark:/12148/cb31099064s
Provenance : bnf.fr
Date de mise en ligne : 15/10/2007
zur thronfolge der germanischen: 26 pages found
p.203 (11)
(,~svater ihn sich nach Gottes BefeM zum Erben des Reiches gesetzt habe (VIH, 5), oder: ?% ') meineAbhMdtung: Die Thronfolge im deutschen Reîche il den Forsch. z. deutsch, Gesch. XV! S. t3t fî.; ganz neuerdings e~ ?§§3. W.Maurenbrecher, Geschichte der deutschen Kônigswah!en. 1S8S.
p.204 (12)
204 J. v. PHugk Hs) ttun~, er habe ihn zaruckgetassen zur Fortsetzung der Herrschaft (VIII, 7); wie ein Senatorensohn schon kraft der Geburt zum Senatorenstande gehore, so werde derjen.ge a!s regierungsfâhigster befunden, der aus detn Konigshause stamme (VIII, 2) ferner: die Wünsche von Gothen und
p.205 (12)
. Athaiarich, bez*. seiné Vertretung, wird einen Gegeneid geleistet haben; Rescripte wurden an den romischen Senat, das romische Volk, aile Provincialen und Gothen, an den Prafecten der gallischen Gothenprovinz und an deren Bewohner, also an aile Unterthanen versandt, um auch sie zur Eidesleistung
p.206 (12)
~06 J. v. Pflugk Harttung, Das Verhattniss des gothischen Konigthums zum byzantinischen Kaiserthume dauerte in der von Theodorich geschaffenen Weise fort, welche Athalarich einmal dahin formulirt: er geruhte mit seinen Verwandten den Gehorsam des Fursten zu leisten, der vom Stamm so vieler Konige
p.207 (14)
deren Macht ihn zwang, der sich innerlich zur Aneignung von Domanen berechtigt glaubte, überhaupt sich mogtichst stark und reich zu machen strebte, um der Regentin bei der Auftosung Athalarichs die Spitze zu bieten. Ware er energisch und bei den Gothen beliebt gewesen, so hatte er seine Ansprüche offen
p.208 (8)
.f.v.Paugic-Hàrttung, tittope! entkommen, dort vor der Rache des hintergangenen Volkes nicht sicher gewesen ware. Doch hievon abgesehen: jeM Zusage entspricht durchaus nicht Amatasunthas Charakter und Hand!ungsweise, die sich in Herrschsucht gipfeln. Ihr Ziel ist das Konigthum, d~s sie unter allen
p.209 (9)
~g~ ~?s DieThronMgeimReichëderOstgothen. 309 14 das Ganze unklarer gelassen. Seine romische Geschichte weiss: sie. mit ihrem Sohne habe sich dem Schutze Kaiser Justinians untersteUt, und das passt auch vortreS'Iich zu dem Inhalte des Schreibens, den uns Prokop überliefert, passt zum Briefe der
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schien Theodahat an die Stelle getreten zu sein, welche vorher Athalarich inne gehabt hatte. Der Vortheil lag durchaus auf Amalasunthas Seite, neben ihr stand ein erwachsener Mitregent, der sich selber für dauernd unmiindig erkiart hatte. Aus den germanischen RechtsbegrM'en fiel diese Vorherrschaft
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alsbald brieflich dem Kaiser anzeigte, wobei sie den Gesandten noch mündliche Weisung mitgab. Bezeichnend ist auch die Form der Zuschrift: sie bânge an Justinian mit solcher Liebe, dass sie bisher gezogert habe, ihm den Tod ilires geliebten Sohnes mitzutheilen, aber jetzt erwahite sie, mehr ihm das zur
p.212 (5)
J.T.PNngk.Harttun~, suntha. weiss oder doch a)s sicher annimmt, sie sei dem Kaiser genehm. Und dies entspricht auch dessen fernerem Verhalten. Ihm musste daran liegen, die noch mit Byzanz verbundene, der byzantinischen Stütze bedürftige Amalasuntha mogtichst lange am Ruder und damit das Reich in
p.213 (9)
Die Thronfolge mt Reiche der Ostgothen. 213 scheinen. Theodahat eroriert dem Senate, dass diejenige, welche für den kleinen Sohn allein befahl (imperavit), erwahtt hàbe, jetzt mit ihm verbunden z'i herrschen (regnare); sie machte ihn zum Genossen ihrer Sorgen. Auf das starkste wird in den Briefen
p.214 (4)
't' J.v.PSagk-Harttang, lichst innerhatb a))gemeiner und unklarer Redensarten. Noch Amàtasuntba. und Theodahat sprachen bloss von der "Gunst" und dem ,,Frieden" des Kaisers. Theodahat schreibt von der Freundschaft solcher, welche auf dem Erdkreise nicht ihres Gleichen haben, und, nicht neu sei
p.215 (10)
Die Thronfolge im Reiche der Ostgothen. 215 gegen den Feind. Auch formell begann er die Untertha.nigkeit des gothischen Konigthums zu iosen. Wahrend seine Silbermunzen in hergebrachter Weise noch das Bild des Kaisers tragen, setzte er auf die Vorderseite seiner Kupfermünzen das eigene Brustbild mit
p.216 (12)
ttS~t9& J.v.Pftugk-Harttung, ') Vgt. Forsch. z. deutsch. Gesch. XVtH, S. 13S. ~ggjs~~zuSëtzen~ Das geschah und an seine Stelle wurde Wittehis unter dem Schaite der Trommeten nach SittederVâter ~t anf~dëNSchiid gehoben und ihm dieKdnigswurdeubertragen. la bewusstem Gegensatze zum herrschenden
p.217 (10)
K Die Thronfolge im Reiche der Ostgothen. 21'~ ~~B~tër. angesehen werden, welcher darch alle Eure BefeMe ~~emte zum Konigthume zu getangen, da.mit a!)eVo)ker einsëhen konnen, dass ihr solchem Pfande eure wechselseitige Gunst vediehen habt (Var. X, 32). Das gegen Belisar ausgesandte Heer, d. h. also
p.218 (18)
Sussigkeit Eurer Gunst steht, mogt Ihr daraus erseben, dass wir nach schwersten Verlusten und grossem Blutvergiessen so Euren Frieden erstreben, aïs habe uns niemand der Eurigen vorber beteidigen gekonnt. Er ruft seine Gerechtigkeit und Billigkeit an, fiihrt ihm sein Verhattniss zur Tochter Amalasunthas
p.219 (17)
Die Thronfolge im Reiche der Ostgothen. 2t9 Mûnzen Mathasunthas geschlagen wurden, in gleicher Weise, ihr Monogramm auf der Rückseite. Daneben ist deutlich erkennbar, wie seit dem germanischen Rucksch!age auf dem ,,Barbarengefilde" bei Regeta eine Vet'&nderung im gothischen Staatswesen vor sich
p.220 (10)
sich mit den Befehlshabern der Gothenburgen in Beziehung gesetzt zu haben, was zur Fotge hatte, dass manche sich ihm auf sein Wort ergaben, sich zu ihm verfügten und bei ihm blieben, sie weilten ja nicht beim Feinde, sondern bei ihrem Konige. So hatte der abgefeimte Grieche ohne Kampf auch sie und
p.221 (7)
Die Thronfolge im Reiehe der Ostgothen. 221 ein, ob er sich für die Gothen oder für deu Kaiser entsëheiden sollte;. er wâNte letzteres, das, worauf von vornherein wesentlich sein Plan angelegt gewesen. Nachdem er die nothigen Vorbereitungen getroffen hatte, liess er die Maske fallen und fuhr mit
p.222 (6)
. Jetzt boten sie ihm die Krone an, dem nachsten regierungsfâhigen Verwandten, denn Witichis hatte keine Sohne mit der Matasuntha. Urajas lehnte ab; nach Prokop aus dem Aberglauben, dass Witichis' Ungluck auf ihn übergehen werde und es ihm nicht zustehe, den Verwandten gleichsam vom Throne zu stossen
p.223 (8)
Frau des Urajas traf die des Konigs im Bade. Statt ihr Ehrfurcht zu zeigen, schaute sie stolz und verachtlich herüber. Die Konigin ging weinend von dannen und stachelte ibren Gemahl zur Rache, der den Urajas durch Mord beseitigen liess, wahrscheinlich auch, weil er seiner, des vornehmen und reichen
p.224 (12)
~v/Mttg~-HartMng, s~hën.mif~sëm'Haupt setzte, batte sie doch der thrakische ~zaàtiner.Betisaj ~ragen sollen und war es doch bei Reigetabnicht viet anders hergegangen; der Dnterschied blieb hier nur, dass Erarich. durch ëigenherrMchen Akt der Seinen, ohne oder gegen den Willen der bisher allein
p.225 (11)
Dte Thronfolge im Reiche der Ostgothen. 2~6 t5 H~~ 6,ich wesentlich ats passive Natur gezeigt, so bildete die des jugendlichen Totilas -den vollen Gegensatz, feurig und muthvoll suchte er die Entscheidung vermittelst kuhner Schtage im offenen Felde, stets womogiich angreifend, unermüdlich vorwarts
p.226 (20)
~~8 ~.v.Mu~-Ha~Ma!ig, stadt. Athanarich liess noch Geld pt'agee mit bekrontem Kopfe und Urnschrift: Felix Ravenna; Totilas benutzte denseiben Kopf, liess ihn aber mit Felix Ticinus ~ersphen. Seit dem Verluste Ravennas war Pavia zur Hauptstadt geworden, in der Itdibad und vermuthlich auch Totilas
p.227 (12)
ware, wenn er nicht in Cumae eingeschiossen worden, und jetzt bei der Wendung der Dinge in weiteFerne geruckt schien. Ëbe er sich dem germanischen Nachbar unterwarf, gab er lieber alles den alten Besitzern des Landes und nahm ,,romische Art und Lebensweise an, um damit den Gefahren und dem Leben ais
p.228 (16)
. Dieser ging nach Siiden und trennte seine Heerhaufen in S~'unium, der kleinere unter Leutharis suchte Calabrien heim bis Otranto, warde aber durch Krankheiten zur Umkehr gezwungen. Anders Butilin, der sich !:ach Campanien gewandt hatte und dort blieb, seinem Worte getreu, mit den Gothen gemeinsam den