CONGRÈS DE PHILOSOPHIE 1 SÉMANTIQUE 1 Grundlegung der wissenschaftlichen Semantik. ALFRED TARSKI (Warschau). Das Wort « Semantik » wird hier in einem engeren Sinne gebraucht als üblich unter Semantik werden wir die Gesamtheit der Betrach- tungen verstehen, die sich auf diejenigen Begriffe beziehen, in denen fret ausgesprochen -gewisse Zusammenhânge zwischen den Aus- drücken einer Sprache und den durch sie angegebenen Gegenstânden und Sachverhalten ihren Ausdruck finden. Als typische Beispiele der semantischen Begriffe sind die Begriffe des BEZEICHNENS, des EpFùLLENS und des DEFiNiERE~s anzuführen, die z. B. in folgenden Sâtzen auftreten der Ausdruck « der Sieger von Jena » bezeichnet den Napoleon Bonaparte der Schnee er/M~ die Bedingung « x ist ~'e~ » die Gleichung « x 3 = 2 » (~yK7M.t eindeittig) die AH~Mc~e ~H7-~ der Zahl 2. Auch der Begriff der WAHRHEIT was man ge- wohniich nicht bemerkt ist hier einzureihen, zumindest in seiner klassischen Auffassung, nach der « ~'a~ )) so viel wie « mit der Wirklich- keit übereinstimmend » bedeutet. Die Begriffe aus dem Gebiete der Semantik spielten von alters her eine hervorragende Rolle in den Erwâgungen der Philosophen, der Logiker und der Sprachwissenschaftier. Nichtsdestoweniger hat man sich seit jeher ihnen gegenüber mit gewisser Skepsis benommen. Vom historischen Standpunkte aus ist diese Skepsis als vôllig begründet anzusehen obzwar nâmiich der in der Umgangssprache vorgefun- dene Inhalt der semantischen Begriffe recht klar und verstândiich zu sein scheint, sind doch alle Versuche einer genaueren Charakteri- sierung und Prâzisierung dieses Inhaltes gescheitert, und verschie- 1